Faksimile: Handschriften und Bilderschätze als königlicher Luxus

Was bedeutet „Faksimile“ eigentlich? Definiert wird der Begriff Faksimile als eine originalgetreue Kopie oder Reproduktion eines historisch wertvollen Dokuments wie einer Schrift, eines Buches oder einer Zeichnung.

Entstanden ist der Begriff im 19. Jahrhundert und ist an das Lateinische „fac simile“ angelehnt, was auf Deutsch übersetzt „ähnlich machen“ bedeutet. Der Name ist also Programm: Es geht darum eine Reproduktion einer Vorlage zu erstellen, die dem Original so ähnlich ist, dass die beiden nicht zu unterscheiden sind.

Goldenes Handwerk

Bei den opulenten mittelalterlichen Handschriften, von denen es auch Faksimile Editionen gibt, spielte Gold eine zentrale Rolle – es besitzt hohen Symbolcharakter und dekorativen Wert. Gold als Symbol für Unvergänglichkeit, das göttliche Wort, Reichtum und Macht. Mit handwerklicher Präzision und mittels spezieller Verfahren wird auch im Faksimile Echtgold (mind. 22 Karat) aufgetragen. Um der Ästhetik des Originals zu entsprechen, wird auch die Patina rekonstruiert.

Empfindliche mittelalterliche Handschriften

Wer in die Welt der mittelalterlichen Handschriften eintauchen möchte, kann das zum großen Teil nur über Faksimile tun. Denn die Miniaturen von mittelalterlichen Handschriften sieht man als Liebhaber der Buchmalerei nur sehr selten in Ausstellungen. Das liegt daran, dass diese extrem empfindlich sind und die Doppelseiten nur in abgedunkelten Räumen gezeigt werden können. Auch Experten dürfen die kostbaren Stücke, die meist in Bibliotheken aufbewahrt werden, nur sehr selten und nur in Ausnahmefällen öffnen.

Faksimile als königlicher Luxus

Darum entspricht der Erwerb eines Faksimiles einem Luxus, der einst nur Königen, Fürsten, Bischöfen und Äbten zu Teil wurde: man kann völlig uneingeschränkt in dem Bilderschatz einer berühmten Handschrift aus einer längst vergangenen Zeit blättern. Die meisten Faksimile sind zudem mit einem ausführlichen wissenschaftlichen Kommentarband ausgestattet.

Beispiele dafür sind etwa das Krönungsevangeliar des Heiligen Römischen Reiches, das einst als „Schwurbibel“ zentraler Bestandteil der Krönungszeremonie eines römischen-deutschen Königs und mit einem gold- und edelsteinglänzenden Buchdeckel versehen war; oder das Sakramentar von Heinrich II, das reich mit Gold und Silber verzierten Miniaturen ausgestattet ist und dessen Texte den Autoritätsanspruch des Königs als Herrscher im Hause Gottes widerspiegeln sollte.

Exklusive Schätze für Kunstliebhaber

Faksimile Ausgaben sind in der Regel streng auf wenige hundert Exemplare limitiert. Das macht die Möglichkeit, durch die üppigen Bildwelten aus dem Mittelalter und der Renaissance zu blättern, natürlich noch besonderer.

Faksimile erschließen Meisterwerke der Vergangenheit und machen sie für Kunstliebhaber und Sammler in limitierter Form zugänglich und geben Einblick in Handschriften, die als gut gehütete Schätze von Nationalbibliotheken und Museen gelten.

Die beiden oben genannten Faksimile sind in ihrer Auflage weltweit streng limitiert und im deutschsprachigen Markt ausschließlich bei DOMI Exclusiv erhältlich (www.domi-exclusiv.com).

 

 

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